Hautärzteverzeichnis

Glossar

Kryotherapie (Vereisung)

Bei der Kryotherapie werden gutartige und ausgewählte bösartige Hautveränderungen vereist, meist mit flüssigem Stickstoff bei etwa minus 196 Grad Celsius. Die Kälte zerstört die behandelten Zellen. Nach der Behandlung rötet sich die Stelle, schwillt an und bildet teils eine Blase, die abheilt.

Begriff
Kryotherapie (Vereisung)
Stand
11. September 2026

Was der Begriff bedeutet

Für einzelne oder mehrere aktinische Keratosen empfiehlt die Leitlinie die Vereisung mit flüssigem Stickstoff. Die Kälte wirkt allerdings unspezifisch, trifft also auch andere Zelltypen, zum Beispiel die Zellen, die den Hautfarbstoff bilden. Als Nebenwirkungen nennt die Leitlinie Schmerzen, Blasen, Aufhellung der Haut und Narben.

Die Vereisung erfasst nur die behandelte, sichtbare Stelle, nicht die großflächig sonnengeschädigte Haut drumherum, die Feldkanzerisierung. Bei mehreren oder wiederkehrenden Stellen ist deshalb eine ergänzende Behandlung oder engere Kontrolle in der Hautarztpraxis sinnvoll. Auch Warzen werden mit dem Verfahren behandelt.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. S3-Leitlinie Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut (AWMF-Registernummer 032-022OL), Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) / European Dermatology Forum, AWMF,

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Diese Angaben haben den Stand vom 11. September 2026.