Hautärzteverzeichnis

Hautarzt-Begriffe einfach erklärt

Das Glossar erklärt in einfachen Worten die Begriffe, die Ihnen beim Hautarzt, auf der Rechnung oder bei der Krankenkasse begegnen. Jede Erklärung beginnt mit einem Satz, den Sie ohne Vorwissen verstehen, und nennt am Ende ihre Quelle.

55 Hautarzt-Begriffe erklärt

Melanom (Schwarzer Hautkrebs)

Ein Melanom, umgangssprachlich schwarzer Hautkrebs, ist eine bösartige Wucherung der Zellen, die den Hautfarbstoff bilden. Auf heller Haut sieht es meist aus wie ein unregelmäßig geformter dunkler Fleck. Auf dunkler Haut ist es oft ein dunklerer Bereich, manchmal auch farblos, rosa oder rot. Unbehandelt kann ein Melanom lebensbedrohlich verlaufen, früh erkannt ist es meist gut behandelbar.

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Basalzellkarzinom (Heller Hautkrebs, Basaliom)

Das Basalzellkarzinom, auch Basaliom genannt, ist die häufigste Form des hellen (weißen) Hautkrebses. Es wächst meist langsam und bildet nur selten Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind starke UV-Belastung, ein heller Hauttyp und höheres Lebensalter. Behandelt wird es in der Regel durch eine Operation, bei der das Gewebe entfernt wird.

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Plattenepithelkarzinom (Heller Hautkrebs, Spinaliom)

Das Plattenepithelkarzinom, auch Spinaliom genannt, ist die zweithäufigste Form des hellen Hautkrebses. Es wächst aggressiver als das Basalzellkarzinom und kann sich unbehandelt in seltenen Fällen auf andere Körperregionen ausbreiten. Häufig entsteht es aus einer aktinischen Keratose, einer Vorstufe nach jahrelanger Sonnenschädigung der Haut.

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Aktinische Keratose (Sonnenkeratose)

Die aktinische Keratose ist eine raue, schuppige Hautstelle, die nach jahrelanger UV-Belastung entsteht. Sie zeigt sich vor allem dort, wo die Haut viel Sonne abbekommt, etwa an Gesicht, Glatze oder Handrücken. Sie gilt als Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms, einer Form von hellem Hautkrebs. Nicht jede aktinische Keratose wird zu Hautkrebs, eine fachärztliche Kontrolle wird dennoch empfohlen.

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ABCDE-Regel (Merkregel für auffällige Muttermale)

Die ABCDE-Regel hilft Ihnen, auffällige Pigmentmale (Muttermale) zu erkennen, die auf ein Melanom hindeuten können. Die fünf Buchstaben stehen für Asymmetrie, Begrenzung, Colorit (Farbe), Durchmesser über fünf Millimeter und Erhabenheit über das Hautniveau. Die Regel ersetzt keine Untersuchung in der hautärztlichen Praxis. Trifft ein Merkmal zu, sollten Sie den Fleck dort prüfen lassen.

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Hautkrebs-Screening (Hautkrebs-Früherkennung)

Das Hautkrebs-Screening ist eine Früherkennungsuntersuchung, bei der die Ärztin oder der Arzt Ihre gesamte Haut nach verdächtigen Veränderungen absucht. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch darauf, ohne Zuzahlung. Seit April 2020 darf die Ärztin oder der Arzt dabei bei Bedarf auch das Dermatoskop einsetzen, ein beleuchtetes Vergrößerungsgerät, ohne Aufpreis.

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Dermatoskopie (Auflichtmikroskopie)

Bei der Dermatoskopie betrachtet die Ärztin oder der Arzt Muttermale und andere Hautveränderungen mit dem Dermatoskop, einem Vergrößerungsgerät mit Licht. Ein anderes Wort dafür ist Auflichtmikroskopie. Spezielles Licht oder ein Kontaktmittel verhindern Spiegelungen auf der Haut, sodass sich Strukturen unter der Oberfläche erkennen lassen.

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UV-Index

Der UV-Index zeigt, wie stark die Sonne an einem Ort und Tag Ihre Haut verbrennen kann. Die Skala beginnt bei niedrigen Werten und reicht bis 11 und höher, das gilt als extrem. Je höher der Wert, desto schneller bekommt ungeschützte Haut einen Sonnenbrand. Deshalb wird Sonnenschutz mit steigendem Wert wichtiger.

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Lichtschutzfaktor (LSF)

Der Lichtschutzfaktor (LSF) steht auf jeder Sonnencreme. Er zeigt, wie viel länger Sie mit der Creme in der Sonne bleiben können, bevor die Haut einen Sonnenbrand bekommt, verglichen mit ungeschützter Haut. Er bezieht sich auf UV-B-Strahlung, einen Teil des UV-Lichts. Ein höherer Faktor bedeutet mehr Schutzzeit, ersetzt aber Schatten und Kleidung nicht.

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Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut durch zu viel UV-Strahlung. Die Haut rötet sich, schmerzt, kann anschwellen und Blasen bilden. Ein Sonnenbrand wird mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko in Verbindung gebracht. Am besten vermeiden Sie ihn mit Schatten, Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnencreme.

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Hauttyp

Der Hauttyp sagt, wie empfindlich Ihre Haut auf UV-Strahlung reagiert. Die übliche Einteilung in die Typen I bis VI stammt von dem Hautarzt Thomas Fitzpatrick aus dem Jahr 1975. Die Typen I bis IV gelten als europäische Hauttypen. Typ V kommt vor allem in arabischen und nordafrikanischen Ländern vor, außerdem in Indien und einigen anderen asiatischen Regionen. Typ VI findet sich in Zentralafrika und bei den Ureinwohnern Australiens.

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Neurodermitis (Atopisches Ekzem)

Neurodermitis, in der Fachsprache atopisches Ekzem, ist eine Hauterkrankung mit trockener, entzündeter Haut und starkem Juckreiz. Sie ist chronisch, nicht ansteckend und verläuft in Schüben. Bei Säuglingen sind vor allem Gesicht, Ohren und Kopf betroffen, bei Kleinkindern Gelenkbeugen, Hals und Hände. Eine erbliche Veranlagung spielt eine wichtige Rolle.

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Schuppenflechte (Psoriasis)

Die Schuppenflechte, medizinisch Psoriasis, ist eine Hauterkrankung mit geröteten, schuppenden Hautstellen, die jucken können. Sie ist chronisch, nicht ansteckend und verläuft in Schüben, mal mit stärkeren, mal mit schwächeren Beschwerden. Heilbar ist sie nicht, aber es gibt verschiedene wirksame Behandlungen. Die häufigste Form heißt Plaque-Psoriasis und macht etwa 80 Prozent aller Fälle aus.

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Akne

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Sie betrifft vor allem Gesicht, Rücken und Dekolleté, also Stellen mit vielen Talgdrüsen. Die kleinen Ausgänge der Talgdrüsen verstopfen, dazu kommen Entzündung und Bakterien. Am häufigsten tritt Akne in der Pubertät auf. Man unterscheidet leichte, mittelschwere und schwere Akne sowie entzündliche und nicht entzündliche Formen.

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Rosacea

Rosacea ist eine chronische, nicht ansteckende Entzündung der Gesichtshaut. Sie kann Wangen, Kinn, Stirn und Nase betreffen. Typische Anzeichen sind gerötete Haut, kleine sichtbare Blutgefäße und manchmal Pusteln. Anders als bei Akne ist die Talgproduktion nicht vermehrt, obwohl beide Erkrankungen Pusteln verursachen können.

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Kontaktekzem (Kontaktallergie)

Ein Kontaktekzem ist eine Hautentzündung an der Stelle, an der die Haut mit einem Stoff in Berührung kam. Bei der allergischen Form reagiert das Immunsystem verzögert, meist ein bis drei Tage nach dem Kontakt, mit Rötung, Juckreiz und manchmal Bläschen. Häufige Auslöser sind Duftstoffe, Konservierungsmittel, Nickel und bestimmte Pflanzen.

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Nesselsucht (Urtikaria)

Die Nesselsucht, medizinisch Urtikaria, zeigt sich durch juckende Quaddeln, also erhabene Hautschwellungen. Manchmal schwellen auch tiefere Hautschichten oder die Schleimhaut an, das heißt Angioödem. Die Beschwerden treten meist plötzlich auf. Eine einzelne Quaddel verschwindet üblicherweise innerhalb von Minuten bis Stunden von selbst. Etwa ein Fünftel aller Menschen erlebt einmal im Leben eine Nesselsucht.

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Warzen

Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die durch Viren entstehen, die Humanen Papillomviren (HPV). Sie sind ansteckend, aber meist harmlos. Bei einem Teil der Betroffenen heilen sie ohne Behandlung von selbst ab. Bekannt sind gewöhnliche Warzen an Händen und Fingern und Dornwarzen an den Fußsohlen.

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Feigwarzen (Genitalwarzen)

Feigwarzen, auch Genitalwarzen genannt, sind gutartige Hautwucherungen im Genital- und Analbereich, die man sehen und ertasten kann. Sie entstehen durch Humane Papillomviren (HPV) und gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Feigwarzen sind schmerzlos, können aber unangenehm sein. Ohne Behandlung bleiben sie meist bestehen, bei manchen Menschen heilen sie von selbst ab.

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Hautbiopsie (Gewebeprobe aus der Haut)

Bei einer Hautbiopsie entnimmt die Ärztin oder der Arzt ein kleines Stück Haut als Gewebeprobe. Das geschieht meist, um bei unklaren oder verdächtigen Hautveränderungen die Diagnose zu sichern. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, dauert nur wenige Minuten und verursacht danach kaum Schmerzen. Ein Labor untersucht die Probe anschließend feingeweblich (histopathologisch) unter dem Mikroskop.

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Kryotherapie (Vereisung)

Bei der Kryotherapie werden gutartige und ausgewählte bösartige Hautveränderungen vereist, meist mit flüssigem Stickstoff bei etwa minus 196 Grad Celsius. Die Kälte zerstört die behandelten Zellen. Nach der Behandlung rötet sich die Stelle, schwillt an und bildet teils eine Blase, die abheilt.

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Lichttherapie (Phototherapie)

Die Lichttherapie, auch Phototherapie genannt, behandelt Hauterkrankungen mit UV-Strahlung. Gebräuchlich ist das Schmalband-UVB, dessen Strahlung ihren Höchstwert bei 311 Nanometern hat. Dazu kommt die PUVA-Therapie, bei der UV-A-Licht zusammen mit dem Wirkstoff Psoralen eingesetzt wird, der die Haut lichtempfindlicher macht. Behandelt werden unter anderem Neurodermitis, Schuppenflechte und bestimmte Lymphome der Haut.

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Allergietest (Pricktest)

Ein Allergietest zeigt, welcher Stoff bei Ihnen eine allergische Reaktion auslöst. Es gibt Hauttests, Bluttests und Provokationstests, bei denen Sie mit dem Stoff gezielt in Kontakt kommen. Der Pricktest ist der häufigste Hauttest. Dabei tropft die Ärztin oder der Arzt verdünnte Lösungen mit dem möglichen Auslöser auf die Haut des Unterarms. Dann wird die Stelle leicht angeritzt, damit der Stoff eindringt.

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Heuschnupfen (Pollenallergie, Allergische Rhinitis)

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion der Atemwege auf Blütenpollen in der Luft, in der Fachsprache allergische Rhinitis. Typisch sind Niesreiz, eine laufende oder verstopfte Nase und oft juckende, tränende Augen. Die Beschwerden treten nur während der jeweiligen Pollensaison auf. Hautärztinnen, Hautärzte und Allergologen können sie gezielt behandeln.

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Gürtelrose (Herpes zoster)

Die Gürtelrose, medizinisch Herpes zoster, ist ein meist streifenförmiger, oft sehr schmerzhafter Hautausschlag mit Bläschen. Er tritt meist nur auf einer Körperseite auf. Ausgelöst wird er von den Varizella-Zoster-Viren, die auch Windpocken verursachen. Nach den Windpocken bleiben sie im Körper und können Jahre später wieder aktiv werden.

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Fußpilz und Nagelpilz

Fußpilz und Nagelpilz sind Infektionen der Haut oder der Nägel durch Hautpilze, die Dermatophyten. Sie übertragen sich durch direkten Hautkontakt oder über abgeschilferte Hautschuppen, zum Beispiel in Gemeinschaftsduschen und Schwimmbädern. Nagelpilz entsteht nach Einschätzung von Fachleuten oft aus einem bereits bestehenden, unbehandelten Fußpilz.

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IGeL beim Hautarzt

IGeL steht für Individuelle Gesundheitsleistung. Das ist eine ärztliche Leistung außerhalb des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung, die Sie selbst bezahlen. Beim Hautarzt betrifft das vor allem Hautkrebs-Vorsorge außerhalb des gesetzlichen Rahmens, etwa vor dem 35. Geburtstag oder öfter als alle zwei Jahre, außerdem manche ästhetischen Behandlungen.

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Hautarzt (Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten)

Ein Hautarzt oder eine Hautärztin ist ein Facharzt oder eine Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Auf Praxisschildern und Arztbriefen steht dafür oft Dermatologie und Venerologie. Die Weiterbildung dauert mindestens 60 Monate an einer anerkannten Weiterbildungsstätte. Sie umfasst Vorbeugung, Erkennung sowie konservative und operative Behandlung von Haut-, Schleimhaut- und Geschlechtskrankheiten.

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Muttermal (Nävus)

Ein Muttermal, fachsprachlich Nävus, ist eine meist gutartige, begrenzte Ansammlung von Zellen, die den Hautfarbstoff bilden. Die meisten Menschen haben mehrere Muttermale (Nävi), und die allermeisten bleiben ein Leben lang harmlos. Eine hohe Zahl an Muttermalen und untypisch geformte (dysplastische) Nävi gelten als Risikofaktoren für ein späteres Melanom.

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Botulinumtoxin (Botox)

Botulinumtoxin ist ein Nervengift des Bakteriums Clostridium botulinum. Es blockiert an den Nervenenden die Freisetzung des Botenstoffs Acetylcholin. In der Hautmedizin entspannt es Gesichtsmuskeln, die mimische Falten verursachen, und hemmt bei krankhaftem Schwitzen die Schweißdrüsen. Botox ist der bekannteste Handelsname.

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Hyperhidrose (krankhaftes Schwitzen)

Hyperhidrose ist ein krankhaft starkes Schwitzen, das über das hinausgeht, was der Körper zur Temperaturregelung braucht, und den Alltag einschränkt. Bei der primären Form gibt es keine andere Grunderkrankung. Sie tritt an Achseln, Händen, Füßen, Stirn oder Leiste auf. Die sekundäre Form ist die Folge einer anderen Ursache.

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Hyaluronsäure-Filler (Faltenunterspritzung)

Ein Hyaluronsäure-Filler ist ein Gel, das unter die Haut gespritzt wird, um Falten aufzufüllen oder Volumen aufzubauen. Der Körper baut es mit der Zeit ab. Das Enzym Hyaluronidase kann es gezielt auflösen. Filler sind keine Arzneimittel, sondern Produkte ohne medizinische Zweckbestimmung nach der EU-Verordnung für Medizinprodukte.

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Altersflecken (Lentigines solares)

Altersflecken, medizinisch Lentigines solares, sind Pigmentflecken, also dunklere Hautstellen, die durch Sonnenlicht entstehen. Nach dem Krebsinformationsdienst sind sie harmlos und müssen in der Regel nicht behandelt werden. Sie können aber einem Melanom ähneln, deshalb sollte ein Fleck, der sich verändert, ärztlich angeschaut werden.

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Chemisches Peeling

Ein chemisches Peeling trägt mit einer Säure gezielt Hautschichten ab, damit neue Haut nachwächst. Nach der Tiefe unterscheidet man oberflächliche, mitteltiefe und tiefe Peelings. Die Haut schuppt und heilt danach unterschiedlich lange, und mit der Tiefe steigen Heilungszeit und Risiko.

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Photodynamische Therapie (Behandlung mit Creme und Licht)

Die photodynamische Therapie, kurz PDT, behandelt aktinische Keratosen, raue Hautstellen nach jahrelanger Sonnenschädigung. Zuerst wird ein Wirkstoff aufgetragen, 5-Aminolävulinsäure (ALA) oder ihr Methylester (MAL), als Creme oder Gel. Danach wird die Haut mit Rotlicht oder mit Tageslicht belichtet. Die Leitlinie empfiehlt beide Formen (Empfehlungsgrad B).

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Feldkanzerisierung (großflächig sonnengeschädigte Haut)

Feldkanzerisierung heißt: Ein größeres Hautgebiet ist durch Sonne geschädigt, und viele aktinische Keratosen, raue Vorstufen von Hautkrebs, lassen sich darin nicht mehr voneinander abgrenzen. Für die Berufskrankheit 5103 zählt ein zusammenhängendes Feld von mehr als 4 Quadratzentimetern als multiple, also mehrfache, aktinische Keratosen.

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Berufskrankheit 5103 (Hautkrebs durch Arbeit in der Sonne)

Berufskrankheiten sind Erkrankungen durch die Arbeit, die in einer amtlichen Liste stehen. Die Nr. 5103 umfasst Plattenepithelkarzinome, eine Form von hellem Hautkrebs, und mehrfache aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung. Sie steht seit dem 1. Januar 2015 in der Berufskrankheiten-Verordnung. Betroffen sind Menschen, die lange im Freien gearbeitet haben.

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Tumordicke nach Breslow (Dicke des Melanoms)

Die Tumordicke nach Breslow ist die Dicke eines Melanoms in Millimetern. Gemessen wird von der obersten Zellschicht der Oberhaut bis zur tiefsten Tumorzelle. Nach der ärztlichen Leitlinie ist sie in frühen Stadien der wichtigste Wert, um den weiteren Verlauf einzuschätzen. Sie steht im Befund, den das Labor nach der Untersuchung des entfernten Gewebes schreibt.

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Wächterlymphknoten (Sentinel-Lymphknoten)

Der Wächterlymphknoten ist der erste Lymphknoten, zu dem die Lymphflüssigkeit aus dem Gebiet eines Tumors fließt. Beim Melanom soll er nach der ärztlichen Leitlinie ab einer Tumordicke von 1,0 mm entfernt und untersucht werden. So lässt sich das Stadium der Erkrankung bestimmen.

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NiSV (Regeln für Laser und Blitzlampen in der Kosmetik)

Die NiSV ist eine Verordnung, die regelt, wer Laser, Blitzlampen, Hochfrequenz- und Ultraschallgeräte zu kosmetischen Zwecken am Menschen anwenden darf. Für mehrere Anwendungen gilt seit dem 31. Dezember 2020 ein Arztvorbehalt. Sie dürfen nur approbierte Ärztinnen und Ärzte (mit staatlicher Zulassung) ausführen, die eine passende Weiterbildung oder Fortbildung haben.

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Feuermal (Naevus flammeus)

Ein Feuermal ist eine angeborene Fehlbildung feiner Blutgefäße der Haut, fachsprachlich kapilläre Malformation. Es verschwindet nicht von selbst. Behandelt wird es mit dem gepulsten Farbstofflaser. Diese Behandlung führt der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM), das Abrechnungsverzeichnis für die gesetzlichen Krankenkassen, als Kassenleistung.

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Fraktionierter Laser (Laserbehandlung bei Narben)

Ein fraktionierter Laser teilt den Laserstrahl in viele mikroskopisch kleine Säulen. Zwischen den Säulen bleibt die Haut unversehrt. Von diesen Inseln aus heilt das Gewebe schneller als nach einer flächigen Abtragung. Deshalb werden die Verfahren bei Narben eingesetzt.

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Laserepilation (dauerhafte Haarentfernung mit Laser)

Bei der Laserepilation, der Haarentfernung mit Laser, nimmt der Farbstoff im Haar das Laserlicht auf und leitet die Wärme an die Haarwurzel weiter. Nach der Leitlinie ist eine deutliche, zumindest teilweise dauerhafte Verringerung der Haardichte zu erwarten, aber keine vollständige Haarfreiheit.

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Phlebologe (Venenarzt)

Ein Phlebologe ist eine Ärztin oder ein Arzt für Venenerkrankungen. Phlebologie ist eine Zusatzbezeichnung, die eine Fachärztin oder ein Facharzt zusätzlich zur Facharztanerkennung erwirbt. Sie umfasst Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen der Venen und Lymphgefäße an Armen und Beinen, auch von Thrombosen. Ein Praxisname wie Venenzentrum belegt die Zusatzbezeichnung nicht, nur das Ärzteregister tut das.

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Ulcus cruris venosum (offenes Bein)

Das Ulcus cruris venosum, umgangssprachlich offenes Bein, ist eine chronische Wunde am Unterschenkel. Sie ist die schwerste Verlaufsform einer chronischen Venenschwäche (venöse Insuffizienz), bei der die Venen das Blut nicht mehr richtig zum Herzen zurückbringen. Nach der CEAP-Einteilung ist das die Klasse C6. Entscheidend für die Behandlung ist die Kompression, nicht allein die Wundauflage.

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Vulvavarizen (Krampfadern der Schamlippen)

Vulvavarizen sind Krampfadern im Bereich der Schamlippen. Sie entstehen vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel durch den Druck des Kindes auf die Beckenvenen. Sie sind unangenehm, aber in aller Regel harmlos und bilden sich nach der Geburt meist von selbst zurück.

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Oberflächliche Venenthrombose (Thrombophlebitis)

Die oberflächliche Venenthrombose, auch Thrombophlebitis genannt, ist ein Blutgerinnsel in einer oberflächlichen Vene mit begleitender Entzündung. Sie zeigt sich als roter, druckschmerzhafter Strang. Anders als bei einer tiefen Venenthrombose schwillt meist nicht das ganze Bein an. Bei einem Teil der Betroffenen liegt gleichzeitig eine tiefe Venenthrombose vor.

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Anaphylaxie (Anaphylaktischer Schock)

Anaphylaxie ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion. Sie betrifft mehr als nur die Haut und kann Atemwege, Kreislauf und Magen-Darm-Trakt gleichzeitig angreifen. Ärztinnen und Ärzte teilen sie nach Ring und Messmer in vier Schweregrade ein, von Juckreiz und Quaddeln (Grad I) bis zu Herz-Kreislauf- oder Atemstillstand (Grad IV). Bei Erwachsenen sind Insektenstiche die häufigste Ursache schwerer Reaktionen.

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Hyposensibilisierung (Immuntherapie gegen Allergien)

Bei der Hyposensibilisierung, in der Fachsprache Allergen-Immuntherapie (AIT), bekommen Sie den Stoff, auf den Sie allergisch reagieren, über Monate bis Jahre in steigender Dosis. Das Immunsystem soll den Stoff dadurch vertragen lernen. Eingesetzt wird die Behandlung vor allem bei Pollen-, Hausstaubmilben- und Insektengiftallergie.

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Kreuzallergie (Orales Allergiesyndrom)

Eine Kreuzallergie entsteht, wenn das Immunsystem ein Eiweiß in einem Lebensmittel mit einem sehr ähnlichen Eiweiß in Pollen verwechselt. Am häufigsten betrifft das Menschen mit Birkenpollenallergie. Sie reagieren dann auch auf Apfel, Haselnuss oder Karotte. Typisch sind Jucken und Kribbeln an Lippen und Mund innerhalb weniger Minuten nach dem Essen, meist nur bei rohen Lebensmitteln. Fachleute nennen das Orales Allergiesyndrom.

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Omalizumab (Xolair)

Omalizumab, Handelsname Xolair, ist ein Medikament, das als Spritze unter die Haut gegeben wird. Es fängt im Blut den Antikörper Immunglobulin E (IgE) ab, bevor er an Mastzellen andockt und diese Histamin freisetzen. Bei chronischer spontaner Urtikaria, einer Nesselsucht, die länger als sechs Wochen anhält, ist es als Zusatztherapie zugelassen, wenn Antihistaminika allein nicht ausreichen.

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Allergiepass (Kontaktallergie-Pass)

Ein Allergiepass ist ein Ausweis, der festhält, auf welche Stoffe Sie nachweislich allergisch reagieren. Er enthält das Testergebnis und die ärztliche Einschätzung, ob der Befund aktuell eine Rolle spielt. Der Kontaktallergie-Pass führt Stoffe auf, auf die die Haut im Epikutantest, einem Pflastertest, positiv reagiert hat. Er nennt sie mit dem üblichen Namen und, wo sinnvoll, mit der INCI-Bezeichnung aus der Inhaltsstoffliste von Kosmetik.

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Kostenerstattungsprinzip (Rechnung erst selbst zahlen)

Kostenerstattung bedeutet: Sie bezahlen die ärztliche Rechnung zunächst selbst und lassen sich das Geld danach von Ihrer Krankenkasse erstatten. Das Gegenstück ist das Sachleistungsprinzip, bei dem die Praxis direkt mit der Kasse abrechnet. Gesetzlich Versicherte können die Kostenerstattung freiwillig wählen, sind daran aber mindestens ein Kalendervierteljahr gebunden.

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Fernbehandlung (Hautarzt online)

Fernbehandlung ist ärztliche Beratung oder Behandlung über Video, Telefon oder eine App, ohne dass Ärztin oder Arzt und Patient im selben Raum sind. Seit der Reform der Musterberufsordnung 2018, den Berufsregeln der Ärzteschaft, ist auch eine ausschließliche Fernbehandlung ohne vorherigen persönlichen Kontakt erlaubt. Voraussetzung ist, dass sie im Einzelfall ärztlich vertretbar ist und die nötige Sorgfalt gewahrt bleibt.

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Hautarztverfahren (Meldung einer Hauterkrankung durch die Arbeit)

Das Hautarztverfahren ist ein Meldeverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung für Hauterkrankungen, die durch die Arbeit entstanden sein könnten. Es dient der Vorbeugung. Die Hautärztin oder der Hautarzt meldet den Fall mit dem Formular F 6050, dem Hautarztbericht. Die Unfallversicherung entscheidet dann über die Kosten der Behandlung, oft schon vor einer Anerkennung als Berufskrankheit Nummer 5101.

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