Was kostet das Lasern von Aknenarben?
Das Lasern von Aknenarben zahlen Sie selbst. Ärztinnen und Ärzte rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte ab. Für Laser kennt sie keine eigene Nummer, deshalb setzt die Praxis eine gleichwertige Leistung an. Die Bundesärztekammer empfiehlt dafür seit 2002 eine Berechnung nach Fläche. Nach dem Regelsatz kostet eine Sitzung bis 7 Quadratzentimeter 107,25 Euro, über 7 bis 21 Quadratzentimeter 148,81 Euro und darüber 371,35 Euro.
Das Abschleifen der obersten Hautschicht bei narbigen Folgen von Akne hat dagegen eine eigene Nummer und kostet im Regelsatz 32,17 Euro. Rechenbeispiel, keine feste Preisliste: Vier Sitzungen eines Lasers an einer Fläche bis 21 Quadratzentimeter ergeben nach diesen Sätzen rund 595 Euro Honorar.
Vor der ersten Sitzung muss die Praxis Ihnen die voraussichtlichen Kosten schriftlich nennen, so wie bei jeder Laserbehandlung beim Hautarzt, die Sie selbst bezahlen. Mehrwertsteuer fällt an, wenn keine Krankheit, keine Verletzung und kein angeborener körperlicher Mangel die Behandlung erforderlich macht. Das hat das Bundesfinanzministerium im Mai 2026 festgehalten und verlangt dafür eine ärztliche Bescheinigung.
Warum zahlt die Krankenkasse das Lasern nicht?
Die Liste der Kassenleistungen kennt für Narben keine Laserleistung. Was sie kennt, ist ein mechanisches Verfahren: das Abschleifen der Haut bei schweren Entstellungen durch Muttermale oder Narben, mit 29,81 Euro bewertet. Maßstab ist die schwere Entstellung, nicht der Wunsch nach glatterer Haut.
Ein Landessozialgericht hat 2011 die Erstattung einer Aknenarben-Laserbehandlung abgelehnt. Ein junger Mann verlangte 1.835 Euro für die Laserbehandlung ausgedehnter Aknenarben von seiner Kasse zurück. Das Gericht erkannte an, dass Schmerzen und Juckreiz durch die Narben Krankheitswert haben. Es wies die Klage trotzdem ab, weil die Lasertherapie als neue Behandlungsmethode gilt und der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenhäusern und Kassen sie nicht empfohlen hatte. Der Preis damals lag bei 150 Euro je Sitzung, sechs Sitzungen über ein Jahr, Stand 2006.
Was verändert ein Laser bei Aknenarben?
Ein fraktionierter Laser teilt den Strahl in viele winzige Säulen, die in die Haut eindringen, während das Gewebe dazwischen unversehrt bleibt. Aus diesen Inseln heilt die Haut schneller als nach einer flächigen Abtragung. Manche Geräte tragen dabei Gewebe ab, etwa der CO2-Laser und der Er:YAG-Laser. Andere arbeiten unter der Oberfläche, etwa der Er:Glass- oder der Diodenlaser.
Für eingesunkene Narben nennt die Empfehlung der Fachärzte, auf die sich die Hautärzte für Laserbehandlungen geeinigt haben, mehrere Geräte. Empfohlen werden ein Laser, der nicht abträgt, besonders wenn Sie wenig Ausfallzeit wollen, außerdem der CO2-Laser. Für gerötete Anteile der Narbe empfiehlt sie den Farbstofflaser und Blitzlicht (IPL). Der Er:YAG-Laser kann empfohlen werden. Bei sehr schmalen, tiefen Narben, den Ice-pick-Narben, nennt die Empfehlung der Fachärzte den CO2-Laser nach Expertenkonsens besonders wirksam, Studienbelege fehlen.
Was der Laser nicht kann, sagt dieselbe Empfehlung auch. Sie verlangt die Aufklärung über realistische Ziele, weil meist keine vollständige Wiederherstellung der Haut möglich ist. Der Laser kann außerdem nicht ansprechen, es sind mehrere Sitzungen nötig, und Unzufriedenheit mit dem Ergebnis ist ein eigenes Risiko. Vorher schaut die Ärztin die Narben an und nimmt bei Bedarf eine Gewebeprobe, um andere Hauterkrankungen auszuschließen.
Wie gut wirkt das Lasern bei Aknenarben?
Eine Cochrane-Übersicht von 2016 fasst Studien nach strengen Regeln zusammen. Sie wertete 24 Studien mit 789 Erwachsenen aus. Ihr Ergebnis: Hochwertige Belege fehlen, weil die Studien klein und methodisch schwach sind. Die Ergebnisse stützen kein Verfahren als erste Wahl gegen Aknenarben.
Einzelne Vergleiche gibt es dennoch, sie sind mit Vorsicht zu lesen. In einer Studie gaben nach 24 Wochen mehr Teilnehmende mit einem fraktionierten Laser eine Besserung an als mit einem herkömmlichen, nicht abtragenden Laser, bei 64 Teilnehmenden. Cochrane bewertet die Qualität dieses Belegs als sehr niedrig. Belege mittlerer Qualität fand die Übersicht nur für Spritzen mit Füllstoff. Die Langzeitwirkung hat keine Studie untersucht, die längste Beobachtung dauerte 48 Wochen.
Eine neuere Auswertung von 2026 verglich zwei Gerätetypen. Sie fasste vier Vergleichsstudien mit 98 Teilnehmenden zusammen. Zwischen dem Er:Glass-Laser, der nicht abträgt, und dem CO2-Laser, der abträgt, fand sich kein Unterschied bei Wirkung und Zufriedenheit. Schmerzen, Krusten und Rötung waren beim Er:Glass-Laser aber deutlich geringer. Eine Statistik über Ergebnisse in deutschen Praxen gibt es nicht.
Welche Narbenform braucht welche Behandlung?
Aknenarben sind nicht alle gleich, und die Form entscheidet über das Verfahren. Eingesunkene Narben teilen Hautärzte seit 2001 in drei Typen ein: Ice-pick, Rolling und Boxcar. Als operative Wege nennt dieselbe Arbeit das Ausstanzen einer Narbe, das Anheben einer Narbe und das Lösen von Narbensträngen unter der Haut. Der Laser ist einer von mehreren Bausteinen.
| Narbenform | So sieht sie aus | Was Fachärzte nennen |
|---|---|---|
| Ice-pick | schmale, tief eingestochene Grübchen | Die Empfehlung der Fachärzte nennt den CO2-Laser nach Expertenkonsens besonders wirksam, Studienbelege fehlen. Als Alternative kommt das Ausstanzen der Narbe infrage. |
| Rolling | flache, wellige Vertiefungen mit weichen Rändern | Laser. Zusätzlich kommt das Lösen von Narbensträngen unter der Haut infrage. |
| Boxcar | kastenförmige Vertiefungen mit steilen Rändern | Laser. Auch Ausstanzen oder Anheben der Narbe werden genannt. |
| Gerötete, frische Narben | flache Narbe mit anhaltender Rötung | Farbstofflaser und Blitzlicht (IPL) gegen die Rötung. |
| Erhabene Narben und Keloide | erhabenes, teils wucherndes Gewebe | Eigene Empfehlungen, unter anderem der Farbstofflaser gegen die Rötung. Das ist ein anderer Weg als bei eingesunkenen Narben. |
Ein Gesicht trägt meist mehrere Narbenformen, ein Behandlungsplan kombiniert deshalb Verfahren. Auch das chemische Peeling beim Hautarzt gehört zu den untersuchten Verfahren. Welche Kombination zu Ihnen passt, entscheidet die Hautarztpraxis nach der Untersuchung der Narben und Ihrem Hauttyp.
Wie viele Sitzungen sind bei Aknenarben üblich?
Eine feste Zahl nennen die Fachärzte nicht, sie sprechen von mehreren Sitzungen. Studien geben Anhaltspunkte. In einer Studie erhielten 30 Teilnehmende drei Sitzungen im Abstand von acht Wochen, je eine Gesichtshälfte mit CO2-Laser und mit Microneedling per Radiowellen. In einer anderen Studie bekamen 20 Teilnehmende vier Behandlungen im Abstand von vier Wochen. Drei bis vier Sitzungen im Abstand von vier bis acht Wochen sind damit der Rahmen der Studien.
Wie lange die Haut danach gerötet und verkrustet ist, hängt am Gerät. Laser, die Gewebe abtragen, hinterlassen Krusten und Rötung, Laser, die nicht abtragen, deutlich weniger. Deshalb empfehlen die Fachärzte den nicht abtragenden Laser ausdrücklich, wenn Sie kürzere Ausfallzeiten wollen. Nach der Auswertung von 2026 dauerten Krusten und Rötung beim Er:Glass-Laser etwa drei Tage kürzer als beim CO2-Laser, bei vergleichbarer Wirkung. Wie viele Tage es bei Ihnen werden, gehört in die Aufklärung.
Was die Zahl der Sitzungen nach oben treiben kann, lässt sich vorher abschätzen.
- Die Mischung der Narbenformen zählt: Ice-pick-Narben brauchen tiefer wirkende Verfahren als flache, wellige Narben.
- Auch Tiefe und Fläche der Narben verändern den Plan.
- Bei dunkleren Hauttypen, den Typen IV bis VI nach Fitzpatrick, raten die Fachärzte von Lasern ab, die Gewebe abtragen, weil Pigmentverschiebungen häufiger sind.
- Wer nach jeder Sitzung nur wenige Tage einplanen kann, braucht mit Lasern, die nicht abtragen, mehr Termine.
Wann sollten Sie mit dem Laser warten?
Ein Zeitpunkt ist klar geregelt. Isotretinoin ist ein Aknemittel in Tablettenform. Nach seiner Fachinformation sind eine aggressive chemische Abtragung der Haut und eine Laserbehandlung der Haut während der Therapie und für mindestens 5 bis 6 Monate nach ihrem Ende zu vermeiden. Der Grund ist das Risiko, dass sich an untypischen Stellen dickes Narbengewebe bildet, seltener Pigmentveränderungen der behandelten Haut.
Zwei weitere Gründe zum Abwarten nennt die Empfehlung der Fachärzte. Stark pigmentierte oder vorgebräunte Haut ab Hauttyp IV soll zurückhaltend behandelt werden, weil helle Flecken drohen. Bei den Hauttypen IV bis VI raten die Fachärzte von Lasern ab, die Gewebe abtragen, und empfehlen im Zweifel eine Probebehandlung an einer kleinen Stelle. Nach jeder Sitzung gelten Lichtschutz mit Faktor 50 oder mehr und vier Wochen ohne Sonne und Solarium. Sitzungen im Hochsommer passen deshalb schlecht.
Untersuchung und Narbenform
Die Ärztin ordnet die Narben ein, prüft den Hauttyp und schließt bei Bedarf mit einer Gewebeprobe andere Hauterkrankungen aus. Aus der Narbenform folgt der Behandlungsplan.
Kosteninformation und Aufklärung
Sie erhalten die Kosten schriftlich und die Aufklärung, die auch das Nichtansprechen und die Unzufriedenheit mit dem Ergebnis benennt.
Sitzungen im Abstand von Wochen
In Studien lagen drei bis vier Sitzungen im Abstand von vier bis acht Wochen. Danach folgen je nach Gerät Rötung und Krusten.
Nach der Behandlung
Vier Wochen Lichtschutz, keine Peelings und keine mechanische Reizung der Stelle. Nach zwei bis drei Sitzungen ziehen Sie Bilanz, denn die Fachärzte nennen das Nichtansprechen als möglichen Verlauf.
- Nennen Sie jedes Aknemittel der letzten zwölf Monate, besonders Isotretinoin in Tablettenform.
- Fragen Sie nach Ihrem Hauttyp nach Fitzpatrick und danach, ob ein Laser, der Gewebe abträgt, dazu passt.
- Fragen Sie nach dem Gerätetyp und was er für die Ausfallzeit bedeutet.
- Lassen Sie die Fläche in Quadratzentimetern messen, denn sie bestimmt die Nummer auf der Rechnung und den Preis je Sitzung.
- Fragen Sie, mit welchem Ergebnis die Praxis rechnet, und lassen Sie sich das mit Ihren Narben begründen.
Häufige Fragen
Was kostet es, Aknenarben lasern zu lassen?
Aknenarben lasern zu lassen kostet als Selbstzahler im Regelsatz 107,25 Euro je Sitzung bis 7 Quadratzentimeter, 148,81 Euro bis 21 Quadratzentimeter und 371,35 Euro darüber. Das entspricht der Abrechnungsempfehlung der Bundesärztekammer, eine eigene Nummer für Laser gibt es nicht. Dazu kommen mehrere Sitzungen und gegebenenfalls Mehrwertsteuer.
Zahlt die Krankenkasse das Lasern von Aknenarben?
Nein, die gesetzliche Krankenkasse zahlt das Lasern von Aknenarben nicht. Das Landessozialgericht Baden-Württemberg hat 2011 entschieden, dass die Lasertherapie eine neue Behandlungsmethode ist, die der Gemeinsame Bundesausschuss nicht empfohlen hat. Das galt sogar, obwohl Schmerzen und Juckreiz der Narben Krankheitswert hatten.
Wie viele Sitzungen braucht eine Laserbehandlung von Aknenarben?
Meist braucht es mehrere Sitzungen, eine feste Zahl nennen die Fachärzte nicht. In zwei neueren Studien waren es drei Sitzungen im Abstand von acht Wochen und vier Sitzungen im Abstand von vier Wochen. Wie viele es bei Ihnen werden, hängt von Narbenform, Tiefe, Fläche, Hauttyp und Gerät ab.
Wie gut wirkt ein fraktionierter Laser bei Aknenarben?
Belastbare Belege fehlen. Die Cochrane-Übersicht von 2016 wertete 24 Studien mit 789 Erwachsenen aus und stützt kein Verfahren als erste Wahl. In einer einzelnen Studie war ein solcher Laser einem herkömmlichen, nicht abtragenden Laser überlegen, bei sehr niedriger Qualität des Belegs. Die Fachärzte verlangen die Aufklärung, dass meist keine vollständige Wiederherstellung der Haut möglich ist.
Wie lange muss ich nach Isotretinoin mit einer Laserbehandlung warten?
Nach Isotretinoin-Tabletten sollten Sie mindestens 5 bis 6 Monate mit einer Laserbehandlung der Haut warten, und auch während der Einnahme ist sie zu vermeiden. Der Grund ist das Risiko dicken Narbengewebes an untypischen Stellen und, seltener, von Pigmentveränderungen. Wachs-Haarentfernung soll nach der Therapie mindestens sechs Monate unterbleiben.
Welcher Laser passt bei dunkler Haut zu Aknenarben?
Bei den Hauttypen IV bis VI nach Fitzpatrick raten die Fachärzte von Lasern ab, die Gewebe abtragen, weil dunkle und helle Flecken dann häufiger auftreten. Kommt eine Behandlung doch infrage, ist vorher eine Probebehandlung an einer kleinen Stelle sinnvoll. Stark pigmentierte oder vorgebräunte Haut ab Hauttyp IV soll insgesamt zurückhaltend behandelt werden.
