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Was kostet es, ein Muttermal entfernen zu lassen?

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Ein Muttermal kosmetisch entfernen zu lassen kostet rund 52,82 Euro, dazu kommen meist 19 Prozent Umsatzsteuer und 29,09 Euro für die Untersuchung im Labor. Die Krankenkasse zahlt, wenn Ihre Hautärztin Hautkrebs vermutet oder das Mal Beschwerden macht. Ob die Entfernung medizinisch nötig ist, entscheidet die Ärztin nach der Untersuchung.

Steriles Operationsbesteck auf einem grünen Tuch in einem hellen Behandlungsraum
Sterile Instrumente in einem kleinen Behandlungsraum, in dem kleine Eingriffe an der Haut vorgenommen werden. Bild: KI generiert.

Bei welchen Muttermalen zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkasse zahlt die Entfernung eines Muttermals, wenn sie medizinisch nötig ist. Das ist der Fall, wenn die Entfernung hilft, eine Krankheit zu erkennen oder zu behandeln oder Beschwerden zu lindern. Ein Muttermal ist eine meist harmlose Ansammlung pigmentbildender Zellen. Solange es harmlos ist und nicht stört, ist es keine Krankheit.

Der häufigste Grund für eine Entfernung auf Kassenkosten ist der Verdacht auf Hautkrebs. Das Gesundheitsportal gesundheitsinformation.de schreibt: Ein Muttermal wird immer entfernt, wenn die Ärztin bestimmte Veränderungen daran feststellt. Der Grund für den Eingriff ist dann nicht das Mal selbst, sondern der Verdacht.

Der zweite Weg auf Kassenkosten ist ein Muttermal, das selbst Beschwerden macht, etwa ein erhabenes Mal an einer ungünstigen Stelle, das schnell aufscheuert. Ob daraus eine Kassenleistung wird, entscheidet die Ärztin nach der Untersuchung und nicht nach Ihrem Wunsch. Eine Stelle, die sich entzündet oder immer wieder blutet, braucht Behandlung. Ein Mal, das nur optisch stört, zahlen Sie in der Regel selbst.

Wenn die Kasse zahlt, rechnet die Praxis Entfernung und Laboruntersuchung mit der Kasse ab. Sie zahlen nichts dazu.

Zahlt die Kasse für Ihr Muttermal?

Hat sich das Muttermal in Form, Farbe oder Größe verändert, oder hat die Ärztin einen Krebsverdacht?

Ja

Die Kasse zahlt die Entfernung und die Laboruntersuchung. Sie zahlen nichts dazu.

Nein

Entzündet sich das Mal, blutet es oder scheuert es immer wieder auf, etwa am Hosenbund oder am BH-Träger?

Ja

Schildern Sie die Beschwerden. Stellt die Ärztin fest, dass die Entfernung nötig ist, um Beschwerden zu lindern, kann die Kasse zahlen.

Nein

Die Entfernung ist kosmetisch, Sie zahlen selbst, meist mit Umsatzsteuer. Verlangen Sie die Kosten vorher schriftlich.

Was kostet die kosmetische Entfernung eines Muttermals?

Ärzte rechnen private Leistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Jede Leistung hat eine Nummer und einen Grundbetrag. Die Praxis multipliziert ihn mit einem Faktor, dem Satz. Bis zum 2,3-fachen Satz braucht sie keine Begründung. Darüber, höchstens bis zum 3,5-fachen, muss sie auf der Rechnung erklären, warum der Fall schwieriger war.

Ein kleines Muttermal kostet zum üblichen 2,3-fachen Satz 52,82 Euro, ein größeres 109,26 Euro, jeweils ohne Umsatzsteuer. Dazu kommen 29,09 Euro für das Labor. In der Tabelle reichen die Einzelpreise von 3,56 Euro für die Betäubung zum einfachen Satz bis 113,02 Euro für das Ausschneiden eines größeren Mals zum 3,5-fachen Satz.

Kosten einer kosmetischen Muttermal-Entfernung nach der Gebührenordnung für Ärzte, ohne Umsatzsteuer, auf Cent gerundet.
Nummer auf der RechnungLeistungEinfacher Satz2,3-facher Satz (üblich)3,5-facher Satz (Höchstsatz)
1Beratung4,66 Euro10,72 Euro16,32 Euro
750Untersuchung mit der beleuchteten Lupe6,99 Euro16,09 Euro24,48 Euro
490Betäubung durch eine Spritze3,56 Euro8,18 Euro12,44 Euro
2403Ausschneiden einer kleinen Geschwulst in oder unter der Haut7,75 Euro17,83 Euro27,13 Euro
2404Ausschneiden einer größeren Geschwulst32,29 Euro74,27 Euro113,02 Euro
4800Untersuchung des Gewebes im Labor, eigene Rechnung12,65 Euro29,09 Euro44,27 Euro

So rechnen Sie: Für ein kleines Mal addieren Sie die Nummern 1, 750, 490 und 2403. Das ergibt zum 2,3-fachen Satz 52,82 Euro, mit 19 Prozent Umsatzsteuer 62,86 Euro. Bei einem größeren Mal ersetzt die Nummer 2404 die 2403. Dann sind es 109,26 Euro, mit Umsatzsteuer 130,02 Euro. Das Labor stellt seine 29,09 Euro getrennt in Rechnung. Eine bundesweite Statistik über die Preise, die Praxen tatsächlich verlangen, gibt es nicht.

Die Umsatzsteuer kommt dazu, weil eine rein ästhetische Behandlung keine Heilbehandlung ist. Nach einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 21. Mai 2026 sind ästhetische Eingriffe nur steuerfrei, wenn eine Krankheit, eine Verletzung oder ein angeborener Mangel sie nötig macht.

Warum kommt jedes entfernte Muttermal ins Labor?

Nur die Untersuchung unter dem Mikroskop zeigt sicher, ob ein Muttermal gutartig war. So schreibt es der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Auch ein Mal, das Sie nur aus kosmetischen Gründen loswerden wollen, kann ein frühes Melanom sein, ein schwarzer Hautkrebs.

Bei Verdacht sollen die Ärzte den ganzen Fleck ausschneiden, mit einem Rand von ungefähr 2 Millimetern und bis ins Fettgewebe. Das steht in der Empfehlung, auf die sich die Fachärzte für das Melanom geeinigt haben. Der Grund: Das Labor muss den gesamten Tumor sehen, um seine Form und seine Ränder zu beurteilen.

Das Laborergebnis beantwortet vier Fragen, die Sie danach mit der Hautärztin besprechen:

  • Was war das Mal? Das Ergebnis nennt die Diagnose, zum Beispiel ein gutartiges Muttermal oder eine Form von Hautkrebs.
  • Ist es vollständig entfernt? Das Ergebnis sagt, ob die seitlichen und unteren Schnittränder frei von veränderten Zellen sind.
  • Wie dick war ein Tumor? Bei einem Melanom misst das Labor die Dicke in Millimetern. Davon hängen die nächsten Schritte ab.
  • Was folgt daraus? Bei einem gutartigen, vollständig entfernten Mal ist die Behandlung meist abgeschlossen. Bei einem Tumor bespricht die Ärztin eine Nachoperation.

Die Untersuchung im Labor ist dieselbe wie bei einer Hautbiopsie, und auch die Wörter im Ergebnis sind dieselben. Das Ergebnis liegt nach Angaben des Krebsinformationsdienstes in der Regel nach etwa 1 bis 2 Wochen vor.

Wie läuft die Entfernung eines Muttermals ab?

Die Entfernung ist ein kleiner Eingriff in örtlicher Betäubung, der in der Hautarztpraxis stattfindet. Die Ärztin betäubt die Stelle mit einer Spritze, schneidet das Mal aus und näht die Wunde zu. Sehr große angeborene Male werden in mehreren Schritten entfernt, bei Kindern manchmal in Vollnarkose. So sieht der Ablauf bei einem kleinen Mal aus:

Die 6 Schritte einer Muttermal-Entfernung beim Hautarzt
  1. Untersuchung mit der beleuchteten Lupe

    Die Ärztin sieht sich das Mal genau an. Hier fällt die Entscheidung, ob ein Verdacht besteht und die Kasse zahlt.

  2. Aufklärung und Kosten

    Die Ärztin erklärt Ihnen, wie sie vorgeht und welche Risiken der Eingriff hat. Bei einer kosmetischen Entfernung bekommen Sie vorher die Kosten schriftlich.

  3. Örtliche Betäubung

    Eine Spritze betäubt die Haut rund um das Mal. Danach wartet die Ärztin, bis die Betäubung wirkt.

  4. Ausschneiden und Naht

    Die Ärztin schneidet das Mal mit einem schmalen Rand gesunder Haut aus und verschließt die Wunde meist mit einer Naht.

  5. Versand ins Labor

    Das Gewebe geht an ein Labor, das Haut untersucht.

  6. Gespräch über das Ergebnis

    Nach etwa 1 bis 2 Wochen liegt das Ergebnis vor. Die Praxis bespricht es mit Ihnen und klärt, ob etwas nachfolgt.

Komplikationen sind nach dem Gesundheitsportal selten. Wie bei jedem Eingriff können sich die Wunde entzünden, eine Nachblutung auftreten oder kleine Nerven verletzt werden. Je nach Größe bleibt eine Narbe. Das Risiko dafür sinkt, wenn Sie die Haut an der Stelle eine Weile nicht spannen. Wie lange Sie auf Sport und schweres Heben verzichten, besprechen Sie mit der Praxis, weil es von Stelle und Schnittlänge abhängt.

Warum sind Laser, Vereisung und Selbstversuche keine Lösung?

Laser, Vereisung und Strom eignen sich nicht, um Muttermale zu entfernen, weil sie das Gewebe zerstören. Danach lässt sich nicht mehr untersuchen, ob bösartige Zellen im Mal waren. Außerdem können störende Narben zurückbleiben. Bleichmittel und Hausmittel wie Essigumschläge sind nach dem Gesundheitsportal kaum erforscht.

Für Laser und Blitzlampen gilt zusätzlich eine gesetzliche Grenze: Die Behandlung von pigmentierten Hautveränderungen ist Ärztinnen und Ärzten mit passender Fachkunde vorbehalten. Ein Kosmetikstudio darf ein Muttermal also nicht weglasern.

Welche 5 Punkte klären Sie vor einer kosmetischen Entfernung?

Vor einer kosmetischen Entfernung klären Sie fünf Punkte, damit Sie weder eine Kassenleistung selbst bezahlen noch eine unerwartete Rechnung bekommen. Die Reihenfolge ist wichtig, weil der erste Punkt über alle weiteren entscheidet:

  1. Lassen Sie das Mal zuerst ansehen. Ab 35 Jahren gehört das zur kostenlosen Hautkrebsvorsorge, die alle zwei Jahre zusteht. Bei einer Veränderung ist die Untersuchung jederzeit Kassenleistung.
  2. Fragen Sie, ob ein medizinischer Grund vorliegt, etwa ein Verdacht oder ein Mal, das sich immer wieder entzündet. Dann rechnet die Praxis über die Kasse ab.
  3. Verlangen Sie bei einer kosmetischen Entfernung die Kosten schriftlich, mit Rechnungsnummern, Satz und Umsatzsteuer.
  4. Klären Sie, dass das Mal ausgeschnitten und ins Labor geschickt wird und wer die Laborrechnung stellt.
  5. Vereinbaren Sie den Termin für das Ergebnisgespräch und fragen Sie, wie lange Sie die Stelle schonen sollen.

Wer ab 35 ohnehin zur Hautkrebsvorsorge geht, verbindet beides: Die Ärztin sieht dort alle Muttermale an, und ein auffälliges Mal wird zum Kassenfall.

Häufige Fragen

Zahlt die Krankenkasse die Entfernung eines Muttermals?

Die Krankenkasse zahlt die Entfernung eines Muttermals, wenn sie medizinisch nötig ist, vor allem bei Verdacht auf Hautkrebs. Auch ein Mal, das sich entzündet oder immer wieder blutet, kann eine Kassenleistung sein. Die Entscheidung trifft die Ärztin nach der Untersuchung. Eine rein kosmetische Entfernung zahlen Sie selbst.

Was kostet die kosmetische Entfernung eines Muttermals beim Hautarzt?

Eine kosmetische Muttermal-Entfernung kostet zum üblichen 2,3-fachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte 52,82 Euro. Darin stecken Beratung, Untersuchung mit der Lupe, Betäubung und das Ausschneiden eines kleinen Mals. Dazu kommen meist 19 Prozent Umsatzsteuer, zusammen 62,86 Euro. Das Labor berechnet seine Untersuchung getrennt, zum 2,3-fachen Satz 29,09 Euro.

Warum muss ein entferntes Muttermal ins Labor?

Ein entferntes Muttermal muss ins Labor, weil nur die Untersuchung unter dem Mikroskop sicher zeigt, ob es gutartig war. Das Ergebnis nennt die Diagnose und sagt, ob das Mal vollständig entfernt ist. Bei einem Melanom enthält es die Dicke des Tumors, von der die weitere Behandlung abhängt.

Darf ein Muttermal mit dem Laser entfernt werden?

Ein Muttermal sollte nicht mit dem Laser entfernt werden, weil der Laser das Gewebe zerstört und eine Laboruntersuchung danach nicht mehr möglich ist. Das Gesundheitsportal gesundheitsinformation.de rät davon ab. Die Laserbehandlung pigmentierter Hautveränderungen dürfen außerdem nur Ärztinnen und Ärzte anbieten, ein Kosmetikstudio nicht.

Wann liegt das Laborergebnis nach einer Muttermal-Entfernung vor?

Das Laborergebnis nach einer Muttermal-Entfernung liegt nach Angaben des Krebsinformationsdienstes in der Regel nach etwa 1 bis 2 Wochen vor. Die Praxis bespricht das Ergebnis mit Ihnen. Fragen Sie schon beim Eingriff nach dem Termin für das Ergebnisgespräch.

Fällt bei der kosmetischen Entfernung eines Muttermals Umsatzsteuer an?

Ja, bei der rein kosmetischen Entfernung eines Muttermals kommen meist 19 Prozent Umsatzsteuer dazu, weil sie keine Heilbehandlung ist. Das Bundesfinanzministerium hat in einem Schreiben vom 21. Mai 2026 klargestellt: Ästhetische Eingriffe sind nur steuerfrei, wenn eine Krankheit, eine Verletzung oder ein angeborener Mangel sie nötig macht. Wird das Mal wegen eines Verdachts oder wegen Beschwerden entfernt, ist die Behandlung Heilbehandlung und steuerfrei.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. § 27 SGB V Krankenbehandlung, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  2. Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM), Stand 1. Quartal 2026, Gebührenordnungspositionen 10340 bis 10344 und 19310, Kassenärztliche Bundesvereinigung,
  3. Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), § 5 und Nummern 1, 490, 750, 2403, 2404 und 4800, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  4. Richtlinie über die Früherkennung von Krebserkrankungen (KFE-RL), § 30 Absatz 3 histopathologische Beurteilung, Gemeinsamer Bundesausschuss,
  5. § 630c BGB Informationspflichten, Absatz 3 wirtschaftliche Information, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  6. § 630e BGB Aufklärungspflichten, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  7. § 5 NiSV Fachkunde zur Anwendung von Lasereinrichtungen und intensiven Lichtquellen, Absatz 2 Arztvorbehalt, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  8. Umsatzsteuerbefreiung für ästhetische Operationen und ästhetische Behandlungen nach § 4 Nr. 14 UStG, BMF-Schreiben vom 21. Mai 2026, Bundesministerium der Finanzen,
  9. S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms, Langversion 3.3, Juli 2020, Kapitel 4.3 Primärexzision, Leitlinienprogramm Onkologie (AWMF, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe),
  10. Wie lässt sich ein Muttermal entfernen?, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de,
  11. Diagnose Hautkrebs: Untersuchungen bei Krebsverdacht, Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum,

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Künstliche Intelligenz hat an diesen Seiten mitgearbeitet. Sie hat die wiederkehrenden Sätze zu Städten und Praxen formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, dafür Quellen gesucht und die Beitragsbilder erzeugt. Adresse, Telefonnummer und Website einer Praxis übernimmt dagegen ein festes Programm unverändert aus OpenStreetMap, ohne KI. Die Ratgeber nennen ihre Quellen und ersetzen keine ärztliche Beratung.

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Diese Angaben haben den Stand vom 27. September 2026.